Hepatozoonose Hund
Hepatozoonose beim Hund – Übertragung, Symptome & Behandlung
Die Hepatozoonose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die vor allem in Süd- und Osteuropa, aber zunehmend auch in anderen Regionen auftritt. Verursacht wird sie durch einzellige Parasiten (Hepatozoon spp.).
Wie wird Hepatozoonose übertragen?
Die Übertragung erfolgt durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) – jedoch nicht durch den Zeckenstich, sondern durch das Verschlucken oder Zerbeißen der Zecke.
Mögliche Infektionswege:
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Aufnahme einer Zecke bei der Fellpflege
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Verzehr eines Beutetieres (z. B. Maus mit Zecke)
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Übertragung von der Mutter auf die Welpen während der Trächtigkeit
Im Verdauungstrakt des Hundes werden die Erreger freigesetzt und gelangen von dort in den Organismus.
Wer erkrankt?
Ein großer Teil der infizierten Hunde und Katzen zeigt keine Symptome.
Besonders gefährdet sind jedoch:
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Tiere mit geschwächtem Immunsystem
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Welpen und Junghunde
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Tiere unter Stress oder mit Vorerkrankungen
Krankheitsverlauf
Im Verlauf der Hepatozoonose können mehrere Organsysteme betroffen sein:
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Innere Organe
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Muskulatur
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Knochenmark
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Nervensystem und zentrales Nervensystem
Erste Symptome der Hepatozoonose
Zu den frühen Anzeichen gehören:
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Geschwollene Lymphknoten
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Fieber
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Blasse Schleimhäute (Hinweis auf Blutarmut)
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Blutige Durchfälle
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Erbrechen
Weitere Symptome
Mit Fortschreiten der Erkrankung können auftreten:
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Appetitlosigkeit
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Schmerzen bei Berührung
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Muskelschmerzen
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Muskelschwund und Muskelverhärtungen
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Bewegungsunlust
Bei jungen Tieren in der Wachstumsphase kann es zusätzlich zu:
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Verformungen der Knochen
kommen.
Schwere Krankheitsverläufe
In schweren Fällen sind auch:
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Nervöse Störungen
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Epileptische Anfälle
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Verhaltensveränderungen bis hin zu aggressivem Verhalten
möglich.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch:
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Blutuntersuchungen
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Gewebeproben
Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose deutlich.
Behandlung
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Bei frühzeitiger Erkennung kann sich das Tier vollständig erholen.
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In schweren oder chronischen Fällen kommen Antiprotozoika zum Einsatz, um die Erregerzahl zu reduzieren.
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Zusätzlich werden entzündungshemmende Medikamente zur Linderung der Muskelschmerzen eingesetzt.
Ein starkes Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle, um die Erkrankung langfristig unter Kontrolle zu halten.
Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur der allgemeinen Aufklärung über Hepatozoonose beim Hund und ersetzen nicht die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Tierarzt.
- Bei Verdacht auf Hepatozoonose bitte umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
- Nur ein Tierarzt kann eine stellen und eine individuelle Behandlung empfehlen.
- Ernährungstipps oder Vorsorgemaßnahmen auf dieser Seite sind allgemein und ersetzen keine tierärztliche Beratung.
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