Ehrlichiose beim Hund verstehen

25.05.2026

Ehrlichiose beim Hund – Symptome, Übertragung & Verlauf

Die Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem in Süd- und Osteuropa, aber zunehmend auch in anderen Regionen vorkommt. Sie zählt zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten beim Hund und wird hauptsächlich durch das Bakterium Ehrlichia canis verursacht. Die Erreger befallen bestimmte Blutzellen und können unbehandelt zu schweren Allgemeinsymptomen und Organschäden führen.

Wie wird Ehrlichiose übertragen?
Die Übertragung erfolgt überwiegend durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Beim Blutsaugen nimmt die Zecke infizierte Blutbestandteile auf und kann den Erreger bei einem späteren Stich auf andere Hunde übertragen. Besonders gefährdet sind Tiere, die in Endemiegebiete reisen oder von dort importiert werden. Ein wirksamer Zeckenschutz und regelmäßige Kontrollen des Fells sind daher zentrale Maßnahmen zur Vorbeugung.

Typische Symptome der Ehrlichiose

  • Fieber, Mattigkeit und verminderter Appetit
  • Gewichtsverlust und Leistungsschwäche
  • Blasse Schleimhäute, Nasen- oder Zahnfleischbluten
  • Vergrößerte Lymphknoten und Milz
  • Gelenkschmerzen, Lahmheiten oder steifer Gang
  • In schweren Fällen neurologische Ausfälle oder Augenveränderungen

Der Verlauf kann akut, subklinisch oder chronisch sein. Manche Hunde zeigen anfangs nur unspezifische Krankheitszeichen, weshalb eine frühzeitige tierärztliche Abklärung wichtig ist – insbesondere nach Reisen in Mittelmeerregionen oder bei bekanntem Zeckenbefall.

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